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Vortrag von Hermann Vinke

„Das ertrage ich nicht. Ich will damit nichts zu tun haben. Was gehen mich diese ganzen Probleme an wie Flüchtlinge, Umweltzerstörung oder Gewalt?“
Dieser ebenso verbreiteten wie pessimistischen Grundhaltung will er etwas entgegensetzen, nämlich Information, Position beziehen und Engagement, wie er das in seinem beruflichen wie privatem Leben getan hat.

Hermann Vinke war lange Jahre als Korrespondent der ARD in Tokio, Washington, Ostberlin und im Baltikum unterwegs sowie acht Jahre lang Programmdirektor Hörfunk bei Radio Bremen. In der Graf-Anton-Günther Schule hielt er vor den Schülerinnen und Schülern der 10. und 11. Klassen einen Vortrag zum Thema „Zivilcourage“. Und das war richtig gut, wie eine Schülerin es ausdrückte. „Endlich mal jemand, der deutlich ist, der eine klare Kante zeigt“.

Vinke warb nachdrücklich dafür, kritisch zu sein und sich zu engagieren. Ob es in dem Vortrag nun um den amerikanischen Präsidenten ging, die AfD oder die Umweltverschmutzung – immer sei es notwendig, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und daran anschließend eine Position, besser noch eine Haltung einzunehmen. Diese Haltung beeinflusse dann unser Verhalten, unser Konsumverhalten, die Art und Weise, wie wir leben, aber auch das eigene Engagement. Und da sei es dann egal, ob man mit Freunden zu einer Demonstration gehe, zusammen einen Verein gründe oder Plastikmüll vermeide.
In der anschließenden Diskussion wurde von den Schülerinnen und Schülern auch nach der AfD gefragt. Vinke beschrieb die Positionen der AfD als demokratiefeindlich, wobei man dies nicht unbedingt im Wahlprogramm erkenne, sonder eher an den Reden und Taten.

-Text/Bilder: Rüdiger Pötsch

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