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Medizin gestern, heute und morgen – schulmedizinischer Fortschritt und Alternativen

In den Projekttagen 2019 hat sich diese Gruppe aus Schüler*innen der Klassenstufen 9-11 mit dem Thema Medizin beschäftigt. Der Wandel in der medizinischen Behandlung „früher“, aktueller Umgang mit Krankheiten weltweit und ein möglicher Ausblick in die Zukunft sollten betrachtet werden.

Schnell stellte sich heraus, dass neben aktuellen schulmedizinischen weitere Behandlungsmethoden interessant waren, die auch zunehmend wieder in den gesellschaftlichen Fokus rücken. So wurden die sogenannten alternativen Heilmethoden zu einem Schwerpunkt der Projektgruppe. Ob Homöopathie oder Placebo, traditionelle chinesische Medizin, die Arbeit eines Heilpraktikers oder Hypnose. Was genau steckt hinter diesen im Alltag zu findenden Themen? Ist es Humbug und Geldmacherei oder wissenschaftlich belegbar und eine wirkliche Alternative?

 

Krankheiten und Behandlungen im Mittelalter

Im Mittelalter gab es verschieden Krankheiten, die wir alle schon einmal gehört haben, aber nur wenige wissen Genaueres über die Krankheiten. Heute kennen wir sie Ursachen für die Krankheiten und können sie dem entsprechend behandeln, aber damals, im Mittelalter, kannte man die Ursachen für die Erkrankung nicht, daher gab es verschieden Behandlungen, die jedoch nur teilweise das Krankheitsbild verbesserten. Die Ärzte und Heilkundigen wussten meisten nie genau, warum eine Behandlung anschlug oder nicht.

Viele Krankheiten endeten trotz Behandlung tödlich. Häufig auftretende Krankheiten im Mittelalter waren:

Lepra
Lepra ist eine chronische Infektionskrankheit, die die Haut und Schleimhäute befällt. Sie lässt langfristig die Nerven absterben, das führt zu schwerwiegenden Problemen vor allem im Gesicht und Händen. Die Erkrankten verlieren das Gefühl für Wärme, Kälte und Schmerz, daher könne sich Verletzungen schnell entzünden und zu einer Lebensbedrohlichen Situation oder zum Absterben von Körperteilen führen. Zudem verlieren die Menschen auch ihre Sensibilität und ihre Muskeln. Nebenerscheinungen von Lepra sind: Entzündungen der oberen Atemwege und der Augen, sowie eine schleichende Muskelschwäche →einige können nicht einmal mehr ihre Augen schließen.

Antoniusfeuer
Der Name der Krankheit stammt vom heiligen Antonius, der am Fieber erkrankte. Antoniusfeuer war eine weit verbreitete Krankheit im Mittelalter, mit der man sich infiziert, wenn man Pilz befallendes Getreide zu sich nimmt. Die Krankheitserreger werden durch den giftigen Schimmelpilz Mutterkorn übertragen, in welchem (wie auch in LSD) Alkaloide enthalten sind. Da diese Ursache damals nicht bekannt war, starben viele Menschen an der Krankheit. Symptome waren: Schwindel, Übelkeit, Krämpfe, Halluzinationen und Schwellung der Leber und Milz. Der Patient fühlte sich, als würde er innerlich verbrennen.

Malaria
Malaria wird von Stechmücken übertragen. Auch Malaria war damals eine weit verbreitete Krankheit. Die Menschen glaubten, dass sich durch die schlechte Luft übertragen wird, auf Grund der Sümpfe,die es damals gab. Daher stammt auch der Name: mal = schlecht und aria = Luft. Die Menschen glaubten, dass dadurch das Gleichgewicht der vier Säfte (Blut, Schleim, gelbe Galle, schwarze Galle) gestört wurde. Die vier Säfte regeln den Gemütszustand und den Stoffwechseln. Daher war das Ziel einer jeden Behandlung das Gleichgewicht wiederherzustellen. Die Symptome sind: hohes Fieber, Krämpfe, Schüttelfrost und Beschwerden im Magen-Darm-Trakt.

Syphilis
Syphilis oder auch Franzosenkrankheit genannt ist eine chronische Infektionskrankheit. Die Krankheit verläuft in verschiedenen Phasen. Zunächst bilden sich Geschwüre dort, wo die Bakterien eingedrungen sind, danach folgt eine Pause. Im weiteren Verlauf bekommt man Fieber, Hautausschlag der Warzen. Im letzten Stadium werdend dann auch die Haut, die Organe und das zentrale Nervensystem befallen. Wenn die Krankheit nicht behandelt wird endet sie tödlich. Heute weiß man, dass die Krankheit durch die Einnahme eines Antibiotikums geheilt werden kann. Da die Menschen früher aber nicht dieses Wissen hatten, gab es die verschiedensten Behandlungsmethoden. Bei einigen kann man aus heutiger Sicht nur noch den Kopf schütteln.

Behandlungsmethoden im Mittelalter waren z. B.:

Quecksilber gegen Syphilis
Damals gab man Patienten, die an Syphilis erkrankt waren Quecksilber. Dies sollte den überflüssigen Schleim beseitigen, damit das oben schon genannte vier Säfte-Gleichgewicht wiederhergestellt wird. Da sich die Patienten als Reaktion das giftige Metall übergaben, meinte man früher, die Behandlung schlüge an. Die Einnahme von Quecksilber verbesserte die Krankheit nicht und wenn die Patienten nicht an Syphilis starben, starben sie an einer Schwermetallvergiftung durch das Quecksilber.

Aderlass
Auch das Aderlassen beruht auf der Vorstellung des vier Säfte-Gleichgewicht. Die Menschen im Mittelalter glaubten so das Säfte-Gleichgewicht wiederherzustellen. Man glaubte, dass sich das Blut in den Gliedern staut und verdirbt und dieses schlechte Blut musste raus. Dafür ritzte man dem Patienten mit einem Skalpell in den Arm. Manche Menschen gingen sogar regelmäßig zum Aderlassen, um Erkrankungen vorzubeugen, denn wenn das vier Säfte-Verhältnis nicht aus dem Gleichgewicht kommt, kann man auch nicht erkranken. Das Problem war nur, dass man früher noch nicht genau wusste wie viel Blut man einem Menschen gefahrlos entnehmen konnte. Es wurde bis zu einem Liter Blut entnommen und die Betroffenen fühlten sich hinter besser, weil sie zu benommen waren, um ihre Krankheit zu spüren.

Knochensäge
Die Knochensäge ist ein Instrument, um Amputationen vorzunehmen. Da es im Mittelalter entweder keine oder nur mangelhafte Betäubungen gab, waren die Patienten fürchterlichen Schmerzen ausgesetzt von denen sie meisten nur durch ihre Ohnmacht erlöst wurden. Dennoch starben die meisten nach dieser Operation an Wundbrand. Dennoch gingen viele das Risiko ein, um geheilt zu werden.

Schröpfen
Aber es gab im Mittelalter auch schon Behandlungsmethoden, die sich bis heute bewährt haben wie z.B. das Schröpfen.  Zum Schröpfen wird die Haut zunächst einmal angeritzt, danach wird die Luft im unter Schröpfglas erhitzt, damit ein Unterdruck erzeugt wird. Die Schröpfgläser werden dann direkt auf die Haut gesetzt und saugen sich dann fest. Es diente damals dem Blutentlass. Heute wird diese Behandlung auch noch angewandt, allerdings als Schmerzbehandlung.

Quellen:

https://www.monasterium-mediaevalis.de/instrumentarium.html
https://www.wikipedia.org/
https://www.spektrum.de/
www.deutschland-im-mittelalter.de
https://www.youtube.com/?gl=DE&hl=de

 

(aktuelle) Behandlungsmethoden rund um die Welt

Unsere Idee war es, zu gucken wie und mit welchen Arten von Medizin Krankheiten in anderen Ländern bekämpft werden und wie dies im Vergleich zu Europa aussieht und wirkt.
Um einen möglichst weiten Raum der Welt abzudecken, entschieden wir uns dafür die Länder China, die Philippinen, Mexiko und den Kontinent Afrika näher in Betracht zu ziehen. Im folgenden Text werden erst einige der typischen Behandlungsmethoden in den verschiedenen Ländern und Kontinenten vorgestellt. Anschließend wird mit Europa verglichen.

Die Philippinen
Die Philippiner haben den besonderen Ruf, dass die philippinischen Heiler als die besten der Welt gelten. Man nennt sie Heiler, Geistheiler oder Wunderheiler und jedes Jahr kommen tausende kranke Menschen aus allen Teilen der Welt auf die Inselgruppe in der Hoffnung auf Heilung oder Linderungen ihrer Leiden.
Man sagt, der besondere Ruf der philippinischen Heiler geht darauf zurück, dass es den Philippinern leichter fällt, sich in einen anderen Menschen einzufühlen. Er fühlt eine Verbundenheit mit den Empfindungen des anderen und nimmt ganz automatisch Rücksicht auf dessen Gefühle.
Geistheiler arbeiten Hand in Hand mit deinen Selbstheilungskräften und übertragen während der Behandlung zusätzliche Heilenergie. In diesen Fällen ist der Geistheiler jedoch streng genommen nicht der Heiler, sondern der Körper heilt sich selbst und der Wunderheiler löst nur eine Blockade oder gibt einen Anstoß zu einem grundsätzlich möglichen Prozess. Die meisten Geistheiler arbeiten auf der Grundlage eines religiösen Glaubensbildes.

China
Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) ist eine Heilkunst, die vor über 2000 Jahren in China aus der Naturphilosophie entstanden ist und sich immer weiterentwickelt. China ist bekannt für Akupunktur und Moxibustion, welche durch Nadelung (bzw. Erwärmung) bestimmter Punkte auf der Körperoberfläche eine Regulierung des Lebensenergieflusses bewirkt. Auf sogenannten Meridianen liegen die Akupunkturpunkte, deren Stimulation mittels Nadeln eine Energieharmonisierung sowohl in den Geweben, als auch in den dazugehörigen Organen auslöst.
Auch Arzneimitteltherapie ist eine traditionell chinesische Medizin. Dabei werden vorwiegend Pflanzenteile, Mineralien und einige Tierprodukte eingesetzt, denen seit über 2000 Jahren heilende Wirkung nachgesagt wird. Die Erstellung einer Rezeptur erfolgt nach der Differenzierung des Krankheitsbildes. Einzelne Kräuter/Substanzen werden dabei kombiniert und erzielen eine harmonische Wirkung auf den Organismus. Auf diesem Weg können chronische sowie akute Krankheiten behandelt werden.
Außerdem ist die Tuna Anmo-Massage typisch chinesisch. Sie ist die älteste der manuellen Techniken. Dabei werden mit unterschiedlichen manuellen Techniken Reize gesetzt. Die Behandlung erfolgt auf dem Hintergrund der Leitbahntheorie und bezieht Akupunktur mit ein. Durch den gesamten Organismus,
welcher beeinflusst wird, wird das Gleichgewicht zwischen Ying und Yang wieder hergestellt und somit werden Schmerzen gelindert.

Mexiko
In Mexiko ist die schamanische Heilung recht aktiv. Die Schamanen (Heiler) können bewusst ihr Bewusstsein verändern um Informationen aus der „Geisterwelt“ zu erhalten. Sie sollen eine besondere Art von Heilungszeremonie durchführen, welche  von ihnen verlangt zuerst in die geistige Welt zu reisen, damit die Heilung wirksam ist. Ausgeführt wird die Heilung  z. B. mit Meditation, Atemarbeit, Druckpunktarbeit oder Klangtherapie. Diese Art von Heilung soll sehr effektiv auf die Behandlung von körperlichen und emotionalen Schmerzen, Depression und Süchten sein. Die Methode „eine Pille heilt alles“  funktioniert im Schamanismus nicht.

Afrika
Die traditionelle afrikanische Medizin, auch genannt TAM, umfasst die indigene Medizin der Kulturen Afrikas. Der nördliche Teil des Kontinents, aber auch Teile im Osten und Südosten Afrikas müssen gesondert betrachtet werden. Im Osten überschneiden sich kuschitische, arnharische und arabisch-muslimische traditionelle Medizin. Die traditionelle afrikanische Medizin verbindet einheimisches überliefertes Kräuterwissen mit afrikanischer Spiritualität. Sie wird von Geburtshelfern, Wahrsagern, Geistheilern und Kräuterkundlern angewendet. In manchen afrikanischen Ländern nutzten bis zu 80 % der Bevölkerung diese Medizin.
Im Gegensatz zu theoretisch komplexen Medizintraditionen wie in China oder Indien hat die traditionelle  afrikanische Medizin keine niedergeschriebenen, ausformulierten Grundlagen. Die Heiler können die meisten Krankheiten aus ihrem Wissensfundus behandeln und heilen.
Probleme sind zum Beispiel fehlende Kontroll- und Qualitätssystemen. Die meisten Heiler legen keine Patientenkarten an und führen sie nicht. Sie geben ihre Methoden nicht bekannt und dazu haben sie undefinierte oder auch mystische Prinzipien. Bei der traditionellen afrikanischen Medizin gibt es wenig bis keine Weiterentwicklung.

Europa (Deutschland)
In Europa wird viel auf schulmedizinischer Grundlage gearbeitet. Diese wird  an speziellen Universitäten der westlichen Länder gelehrt, erforscht und weiterentwickelt. Jedoch stellten Wissenschaftler*innen fest, dass jeder zweite europäische Bürger auf Alternativmedizin oder Komplementärmedizin (Mischung aus beiden Behandlungsarten) setzt, so dass oft eine Kombination verschiedener Behandlungsarten aus verschiedenen Ländern verwendet wird.

 

Vergleich
Im Vergleich zu China, Mexico, den Philippinen und Afrika wirkt Europa viel moderner. In Europa wird viel mit Schulmedizin gearbeitet und behandelt. Allerdings gibt es nicht nur in anderen Ländern Alternativmedizin. Auch in Europa und Deutschland gibt es alternative Medizin. Das heißt, die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten sind gar nicht so unterschiedlich, denn überall wird Alternativmedizin angewendet.

 

alternative Medizin in Deutschland

Heilpraktiker

Der Begriff des Heilpraktikers kam erstmals am Anfang des 20.Jahrhunderts auf und wurde 1928 allgemein eingeführt. Der Beruf des Heilpraktikers gilt als eigenverantwortlicher Beruf, welcher in Deutschland eine staatliche Genehmigung benötigt. In Deutschland arbeiten rund 45000 Heilpraktiker. Hingegen ist das Ausüben des Berufes in Österreich verboten und strafbar.
Wer als Heilpraktiker arbeitet braucht keine Genehmigung um als Arzt oder Psychotherapeut zu arbeiten. Ein Heilpraktiker übt die Heilkunde berufs- oder gewerbsmäßig aus. In der Schweiz existiert ein entsprechendes Berufsbild und seit dem 28. April 2015 können höhere Fachprüfungen absolviert werden. So entstanden die spezifischen Fachrichtungen:

  • Akupunktur

  • Aromatherapie

  • Atemtherapie

  • Autogenes Training

  • Ayurveda

  • Bioenergetik

  • Chiropraktik

  • Homöopathie

  • Hypnose

  • Kinesiologie

  • Massagen

  • Ernährungsberatung

  • Osteopathie

  • Phytotherapie

  • TCM (Traditionelle Chinesische Medizin)

Die „Ausbildung“ zum Heilpraktiker ist nicht akademisch oder gesetzlich. Die Länge variiert von Person zu Person. Man besucht verschiedene Kurse und Fortbildungen welche von verschiedenen Heilpraktikern angeboten werden. Nach Abschluss dieser Kurse muss man die Heilpraktiker Erlaubnis erwerben. Diese erwirbt man durch eine schriftliche und eine mündliche Prüfung beim regionalem Gesundheitsamt. Diese Zulassung gilt für die gebiete Naturheilkunde und Psychotherapie.

Ein Heilpraktiker kann in einer eigenen Praxis arbeiten oder aber in einer Arztpraxis oder Klinik. Jedoch ist ein Heilpraktiker gegenüber den Ärzten und Psychotherapeuten in seinen Möglichkeiten eingeschränkt. Heilpraktiker dürfen keine verschreibungspflichtige Medikamente verordnen oder Einweisungen in Krankenhäuser oder Heilanstalten vornehmen. Auch infektiöse oder geschlechtlich übertragbare Krankheiten dürfen sie nicht behandeln.

Heilpraktiker verwenden verschiedene Methoden um den Menschen zu helfen, Krankheiten zu behandeln oder Schmerzen zu lindern. Sie behandeln sowohl Körperliche- als auch Seelische-leiden. Was für Methoden angewandt werden hängt allein von dem Fachbereich ab, welcher von dem behandelndem Heilpraktiker gewählt wurde.

Quellen:
Vortrag von Josef Stotten Heilpraktiker für Kinesiologie http://www.josefstotten.de/;
Wikipedia; https://www.heilpraktiker-schulen.de/

Homöopathie

Das Prinzip der Homöopathie wurde im 18. Jahrhundert von Samuel Hahnemann entwickelt und gilt als sanfte Medizin, bei der Ähnliches mit Ähnlichem geheilt wird. Ein Beispiel hierfür: Tollkirsche löst bei Einnahme Fieber aus und wird deswegen zur Behandlung von Fieber eingesetzt. Wenn der Wirkstoff eines homöopathischen Mittels in einem Lösungsmittel, z. B. Wasser verdünnt wird, wird von Potenzierung gesprochen. Dieser Vorgang wird bis zur gewünschten Potenz wiederholt.
Kritiker bemängeln, dass durch zu starke Verdünnung ein zu geringer Anteil des Wirkstoffs bzw. kein Wirkstoff mehr wissenschaftlich nachgewiesen werden könne. Daher liegt bisher keine naturwissenschaftliche Begründung zur Wirksamkeit vor, weswegen die Homöopathie als Scheinwissenschaft bezeichnet wird. Darüber hinaus wird behauptet, dass nicht das Mittel selbst wirke, sondern der Körper sich selber über die Zeit hinweg heile. Wenn zum Beispiel am Anfang einer Erkältung ein homöopathisches Mittel eingenommen wird und innerhalb von ein paar Tagen Besserung vorzuweisen ist, so wird davon ausgegangen, dass es das Mittel war, welches geholfen habe. Dies ist meist der Anlass für Kritiker, Homöopathie anzuzweifeln.
Die Befürworter von Homöopathie sind jedoch der Überzeugung, dass die Lösung Erinnerung an den Wirkstoff bilde, wodurch das Mittel trotz sehr starker Verdünnung wirke. Es wird davon ausgegangen, dass die Wirkung von Homöopathie mit dem Placebo-Effekt zusammenhänge, da der einfache Glaube des Patienten an die Wirkung meist schon helfe. Es lassen sich viele Fälle verzeichnen, in denen die Schulmedizin die Heilung des Patienten aufgegeben hat und eine homöopathische Behandlung fortgeführt wurde und es somit zur vollständigen Heilung der Krankheit gekommen ist.
Schlussendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, auf welche Heilungsmethoden, ob Schulmedizin oder Homöopathie, er/sie sich verlässt. Fakt ist, dass die Homöopathie bei gewissen Krankheiten, wie z. B. Krebs an ihre Grenzen kommt, jedoch nicht wissenschaftlich bewiesen sein muss, solange sie eine gewünschte Wirkung erzielt.

Quellen:
https://www.youtube.com/watch?v=tq7i9OzSNSQ : zu den grundlegenden Informationen, verschiedene Meinungen https://de.wikipedia.org/wiki/Homöopathie : Kritik und Allgemeines
https://www.apotheken-umschau.de/Homoeopathie : Kritik und Allgemeines
https://www.youtube.com/watch?v=OZ9eJuED0vs : Homöopathie und Krebs

 

Hypnose

Hypnose benutzten schon die Ägypter vor über 4000 Jahren, um Menschen zu heilen. Heute ist diese Methode wissenschaftlich anerkannt und ein immer populärer werdender Teil der Psychotherapie.
Das Wort „Hypnose“ kommt vom griechischen Wort „hypnos“, bedeutet so viel wie „Schlaf“ und beschreibt sowohl den Vorgang des In-Trance-Versetzens, als auch den Zustand der damit erreicht wird. Die Person befindet sich, wenn sie in Trance ist, zwischen dem Wach- und Schlafzustand. Die Selbstwahrnehmung verändert sich dabei, man ist gelöst, entspannt, angstfrei und das Vorstellungsvermögen erweitert sich ebenfalls.  Nun wird vom Hypnosetherapeuten versucht, den Ursachen der Erkrankung des Klienten auf den Grund zu gehen und diese zu beheben.
Der Einsatzbereich von Hypnotherapie ist sehr vielseitig. Sie wird bei seelischen Problemen, aber auch bei körperlichen Beschwerden, die psychische Ursachen haben, eingesetzt. So zum Beispiel bei:

  • Allergien
  • Phobien
  • Schlafstörungen
  • Reizdarmsyndrom
  • Süchten
  • Essstörungen
  • Migräne
  • Stress

Einige Grenzen gibt es aber auch bei der Hypnose. Manche Menschen können einfach nicht hypnotisiert werden, sie machen geschätzt aber höchstens 10% aus. Auch bei hirnorganischen Störungen oder mangelnder Konzentration kann eine Hypnose eher schwierig werden und wenn man sich gegen die Hypnose wehrt, funktioniert es natürlich auch nicht. Zur Behandlung von Krankheiten mit psychischem Ursprung kann eine Hypnosetherapie also in vielen Fällen als Alternative zur Schulmedizin angewendet werden und eine Psychotherapie ergänzen. Sogar körperliche Beschwerden können mit solch einer unterstützenden Therapie beseitigt werden.

zusätzliche Informationen:

https://www.evidero.de/mit-hypnose-heilen

https://www.hypnoseausbildung-seminar.de/hypnoseinfo/hypnoseanwendungen/

zukünftige Medizin am Beispiel asgewählter Behandlungsmethoden für Krebs 

Die Immuntherapie setzt, wie der Name schon erahnen lässt, auf die körpereigene Immunabwehr von Krebszellen, welche selbständig den Tumor erkennen und anschließend bekämpfen soll.
Dieser Prozess wird „aktive Immuntherapie“ genannt (eine passive Immuntherapie wäre die Einnahme von Medikamenten aus Antikörpern) und wäre prinzipiell bereits möglich, wenn die Tumorzellen sich nicht vor unserem Immunsystem „tarnen“ könnten, sodass unser Immunsystem die Zellen mit defektem Erbgut (Tumorzellen) gar nicht erst erkennen. Daher wird an einer Lösung geforscht, Krebszellen für unser Abwehrsystem „sichtbar“ zu machen.

Da Krebszellen wehrlos gegen Viren sind, will man bei der Virotherapie diese besondere Eigenschaft nutzen und durch Viren die Tumorzellen zerstören. Die Viren würden in den Körper gelangen, ihre viralen Gene in die Wirtszelle einschleusen und diese umprogrammieren. Dadurch würde die infizierte Zelle eine Vielzahl an neuen Viren produzieren, bis, in diesem Fall die Tumorzellen, platzen. Dieser Prozess ist ,immunstimulierend’, die Wirkung würde selbst nach Verschwinden der Viren nicht nachlassen – der Patient wäre immun. Leider haben Tumore ein festes Bindegewebe, was es für die Viren schwer macht, in diesen einzudringen und unser Immunsystem würde ohnehin die Viren abwehren. Aus diesem Grund wird nach einem Weg
geforscht, unser Immunsystem auf eine Art ,auszutricksen’.

Eine weiterer Ansatz zur Heilung ist die Gentherapie. Da Krankheiten oft aus einem einzelnen Gendefekt bestehen, ist die Überlegung, das fehlerhafte Gen durch ein intaktes zu ersetzen, womit die Ursache der Krankheit beseitigt und nicht lediglich das Symptom gelindert wäre.
Ein Problem ist jedoch der Transport des Gens zu dem Ort, an dem es benötigt wird. Theoretisch wären Viren das perfekte Transportmittel, da sie bekanntlich immer einen Weg in unser System finden, allerdings würde der Körper die Virenlast womöglich nicht tragen können. Des Weiteren ist nicht steuerbar, wo sich das Korrekturgut in das Erbgut einklinkt, was fatale Nebenwirkungen auf den Patienten haben kann. Mit einer sogenannten ,Genschere’ könnte der Ort präziser bestimmt werden, allerdings ist dieser Vorgang nicht immer präzise, was ebenfalls schlechte Auswirkungen haben würde.

Als eine vielversprechende Therapie gegen Blutkrebs schien die Nutzung von CAR-T-Zellen. Allerdings hat diese Methode lebensbedrohliche Nebenwirkungen: 2016 starben fünf Menschen an den Folgen der CAR-T-Zellen. Wie kann man diese Nebenwirkungen verringern, welche der Nutzung dieser CAR-T-Zellen im Wege stehen?
CAR-T-Zellen sind künstlich bearbeitete T-Zellen, denen ein CAR-Rezeptor hinzugefügt wurde. Die T-Zellen werden dafür dem Krebspatienten entnommen. Die CAR-T-Zellen können mithilfe des  CAR-Molekülkonstruktes CD19 erkennen, ein Oberflächenprotein der leukämischen Zellen, heften sich dadurch an diese und werden angeregt. Sie attackieren danach die Tumorzellen und beginnen sich rasant zu vermehren: jede angeregte CAR-T-Zelle kann bis zu 10 000 Tochterzellen bilden. Dadurch können diese modifizierten Zellen in kürzester Zeit viele Tumorzellen zerstören. Allerdings hat diese rasante Vernichtung auch ihre Nachteile:Die großen Mengen an Tumor-Zelltrümmern können die körperlichen Abfallbeseitigungen überfordern, da der Körper diese restlichen Teile entfernen muss. Schafft der Körper diese Beseitigung nicht, kann es im Extremfall zum „Tumorlyse-Syndrom“ führen, einem Organversagen ausgelöst durch die zerstörten Tumorzellen.Ein weiteres Problem der rasanten Teilung ist die Möglichkeit auf einen „Zytokinsturm“.

Bei der Teilung bilden die CAR-T-Zellen Zytokine, das sind Signalmoleküle, die mehr Immunzellen anlocken. Leider regt dieses Zytokin auch die anderen Immunzellen an, Zytokin zu produzieren. Dieser zu schnelle Anstieg an Zytokin kann ebenfalls Organversagen und andere tödliche Nebenwirkungen herbeiführen.
Außerdem gibt es noch ein großes Problem an der CAR-T-Zellen Methode: das Oberflächenprotein CD19, welches die CAR-T-Zellen nutzen, um die leukämischen Zellen zu erkennen,  befindet sich auch auf normalen B-Zellen. Daher werden auch diese von den CAR-T-Zellen attackiert, obwohl diese keine Gefahr für den Organismus darstellen.

Um diese Probleme zu lösen haben verschiedene Forschungsteams an Lösungswegen gearbeitet, damit man die CAR-T-Zellen-Methode sicher nutzen kann. Ein Team aus Wissenschaftlern hat das CAR-Molekül so verändert, dass die CAR-T-Zelle zusätzlich zu der Tumorzelle auch noch ein anderes Molekül benötigt, um aktiv zu werden. Diese Methode hat den Vorteil, dass der „Angriff“ stoppt, wenn diese Moleküle vom Körper abgebaut wurden. Außerdem kann man so auch die „Stärke“ des Angriffes kontrollieren: Umso höher die Konzentration, desto schneller und stärker werden Tumorzellen zerstört. Außerdem befänden sich die CAR-T-Zellen nach der Heilung immer noch im Körper und könnten so noch einmal genutzt werden, würden aber keine weiteren B-Zellen angreifen, solange sie nicht aktiviert werden.
Ein ähnliches Verfahren haben Wissenschaftler in Kalifornien entwickelt, anstelle eines Moleküls benötigt deren CAR-T-Zelle jedoch ein Antikörper, welches sie „Switch“ genannt haben, um sich an das CD19 zu binden. So könnte man ebenfalls die Stärke mithilfe der Dosierung des Antikörpers kontrollieren und so eine zu starke Reaktion, und damit auch einen Zytokinsturm und das Tumorlyse-Syndrom, verhindern. Ein weiterer positive Effekt der CAR-T-Zellen-Methode ist, dass bei erfolgreichen Experimenten CAR-T-Gedächtniszellen nachgewiesen wurden, welche bei der Wiederkehr von Leukämie die neuen leukämischen Zellen sofort angreifen.

Impftherapie 
Die Behandlung von Krebs hat schon viele Fortschritte gemacht,dennoch gibt es weitere Methoden in der Forschung,welche uns in der Zukunft helfen können,Krebs vollständig zu heilen.Eine dieser Methoden ist eine Impftherapie.
Bei dieser Impftherapie wird ein Tumorimpfstoff (Sipuleucel -T ) verarbreicht. Dieser Impfstoff besteht aus Immunzellen,welche dem Patienten entnommen wurden.Die Zellen werden mit Verstärkerstoffen zusammengebracht und später dem erkrankten zurückgegeben.Die Überlebenszeit des Erkrankten steigerte sich von 21,7 Monate auf 25,8 Monate. Die Impftherapie wendet man auch bei Hautkrebs an, hier werden veränderte Herpesvieren werden direkt in den Hauttumor gespritzt. Bei der Zerstörung werden Tumormoleküle frei, welche veranlassen, dass das Immunsystem ebenfalls aktiv zu werden.
2015 hat der Hersteller von Dendreon aus unerklärlichen Gründen den Impfstoff zurückgezogen. Somit könnten weniger Menschen geheilt werden. Bei dieser Methode der Krebsheilung gibt es aber auch einige Risiken. Es können zum Beispiel Langzeitfolgen nach der Therapie auftreten.
 
Virustherapie 
Eine weitere neue Methode zur Heilung von Krebs ist die Virustherapie. Bei dieser Therapie wird das Zikavirus (ZIKV) eingesetzt. Dieses Virus ist eine Waffe gegen aggressiven Krebs, außerdem kann es die Strahlentherapie ergänzen. Das Zikavirus stürzt sich zu mehr als 90% auf die Tumorstammzellen und zerstört sie somit. Doch in 70% der Glioblastompatienten (Die Patienten, die Glioblastome haben) sind binnen 2 Jahren tot, da das Virus das Gehirn angreift.
Diese Heilungsmethode ist noch in der Forschung und wird gerade weiterentwickelt bis sie vollständig Krebs heilen kann.

Auswirkung von Ernährung auf Krankheiten

Während der Projekttage hat sich unsere Kleingruppe mit dem Dilemma „Kann man Krankheiten mit Ernährung heilen?“ auseinandergesetzt. Von dieser Problemstellung aus haben sich für uns verschiedene Teilfragen gestellt, die wir im Folgenden bearbeitet haben:

  1. Welche Krankheiten können durch falsche Ernährung entstehen?
  2. Migräne
  3. Grippe
  4. Diabetes Typ 2

Krankheiten, die durch falsche Ernährung entstehen können

Die bekanntesten Krankheiten, die durch falsche Ernährung entstehen können sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und verschiedene Krebserkrankungen.

Migräne

Der Professor Hartmut Göbel, Chefarzt der Schmerzklinik in Kiel, hält den Einfluss von Ernährung für eher gering, nach neusten Erkenntnissen. Der Mediziner fasst zusammen, dass man bei Migräne auf nichts achten soll. So sollte man darauf achten, dass man sich überwiegend von komplexen Kohlenhydraten ernährt und ausreichend trinkt. Denn sonst hätte Ernährung sehr viel mit Stress zu tun und die wäre nicht förderlich bei Migräne, da Stress, Schmerzen nur fördert.

Lebensmittel, die Migräne auslösen können

  • Alkohol – es kommt auf die Menge an
  • Kaffee – wenn man zu häufig Kaffee trinkt kann, wenn man diesen absetzt Entzugserscheinungen auslösen
  • Schokolade – bei den meisten Menschen löst Schokolade nur in hohem Konsum Migräne aus, weil es Tyramin enthält
  • Banane – hilft anfänglich aufgrund des hohen Magnesiumgehalts, allerdings enthält die Schale Tyramin
  • Eis – extrem kalte Temperaturen können Migräne auslösen
  • Käse – enthält Tyramin und biogene Armine, die die Blutgefäße weitern und die Entzündung auslösen können
  • Fleisch – verarbeitetes Fleisch enthält häufig einen hohen Gehalt an Nitrat als Konservierungsmittel
  • Trockenfrüchte – enthalten Sulfite, die als Migräneträger gelten (nur in Maßen genießen)
  • Bohnen – enthalten Tannine, welche Migräne-träger sind

Lebensmittel und Vitamine, die gegen Migräne helfen

  • Ingwer
  • Pfefferminz
  • Lavendel, Melissen, Lindenblüte
  • Katzenkralle
  • Ringelblume
  • Vitamin B2
  • Vitamin B6
  • Magnesium

Grippe

Lebensmittel die man einer Grippe zu sich nehmen sollte

  • Trinken – gegen die Dehydrierung (am besten Wasser)
  • Hühnersuppe – gegen die Dehydrierung & enthält Natrium
  • Ingwer – lindert Magenbeschwerden, Brechreiz und Übelkeit, außerdem wirkt es entzündungshemmend und antibakteriell
  • Rindfleisch – enthält Zink (hilft dem Immunsystem & kämpft gegen die Infektion an)
  • Obst und Gemüse  -enthalten Antioxidantien (stärkt das Immunsystem)

Lebensmittel auf die man verzichten sollte bei einer Grippe

  • Orangensaft – bei Halsschmerzen ist er zu sauer
  • Fast Food – der Körper brauch länger zum Verdauen des fettigen Essens
  • Kaffee – Koffein ist harntreibend
  • Softdrink – Viele enthalten Zucker und Koffein
  • Zucker – da man dann anfälliger auf Krankheiten reagiert

Diabetes Typ 2

Übergewicht bzw. Adipositas (Fettleibigkeit) kann ein entscheidender Faktor für die Entstehung von Diabetes Typ 2 sein. Denn das Übergewicht kann die Insulinempfindlichkeit in den Muskeln, der Leber und im Fettgewebe verringern. Das heißt, Insulin kann nicht mehr so gut wirken, sodass der Zucker im Blut nicht mehr ausreichend abgebaut werden kann.

Empfehlenswert

Nicht Empfehlenswert

Brot, Getreide und Beilagen, wie Nudeln, Kartoffeln, Reis

In Maßen: Vollkorngetreideprodukte

Müsli ohne Zucker, Vollkornnudeln, Vollkornreis, Pellkartoffeln

Verarbeitete Lebensmittel, Lebensmittel mit hohem Zuckergehalt, Fast Food

Snacks und Knabberkram

/

Süßes und Chips o. ä.

Obst

(1-2 Portionen am Tag)

Frisches Obst mit einem geringen Zuckergehalt

Gezuckerte Obstkonserven und Obstmus, kandiertes Trockenobst

Gemüse

(3 Portionen am Tag)

Gemüsesorten mit geringem Zuckergehalt

Mais und Süßkartoffeln

Nüsse und Samen

(ca. 40 g am Tag)

Fast alle Nüsse

Erdnüsse und gesalzene Nüsse

Fette und Öle

(ca. 2 EL am Tag)

Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl und Butter

Schmalz, Palmfett, Mayonnaise, Distelöl, Sonnenblumenöl

Getränke

(2 l am Tag)

Wasser, ungezuckerter Tee und Kaffee

Fruchtsaft, Softdrinks, Kakao , Alkohol

Wurstwaren und Fleisch

(2-3 mal pro Woche, ca. 250 g)

Puten-, Hühner- und Rindfleisch

selten: Koch- und Lachsschinken, Kassler, Schinkenzwiebelmettwurst, Schweinefilet, Schweinefilet

Paniertes Fleisch

In Maßen geeignet:

verarbeitetes Fleisch

Milch- und Milchprodukte, Käse

Eier (bis zu 5 mal pro Woche)

Eier, Kochsahne, Saure Sahne , Milch , Buttermilch, Quark , Naturjoghurt, Käse

Sahne, Schmand; Pudding; Sahne, Milchreis, Fruchtjoghurt, Kakaozubereitungen, Buttermilch

Quellen:

https://www.zuckerkrank.de/diabetes-gesund-leben/ernaehrung
https://www.zuckerkrank.de/diabetes-typ-2/vorbeugen
https://www.apotheken-umschau.de/Migraene/Welche-Rolle-die-Ernaehrung-bei-Migraene-spielt-543821.html
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Ernaehrung-bei-Diabetes,diabetes252.html
https://www.zuckerkrank.de/diabetes-typ-2/vorbeugen
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Ernaehrung-bei-Diabetes,diabetes252.html

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