skip to Main Content
MINT-EC-Camp Informatik

MINT-EC-Camp Informatik

In der ersten Aprilwoche 2019 hatte ich die Möglichkeit an dem „MINT-EC-Camp Informatik“ am Hasso-Plattner-Institut teilzunehmen. Anfangs war ich etwas unsicher, da ich noch nie an so einer Veranstaltung teilgenommen hatte und dort auch keine anderen Leute kannte. Aber direkt nach meiner Ankunft im Hostel traf ich andere Teilnehmer, mit denen ich mit sehr gut verstand.

An dem ersten Tag des Camps wurden wir nach der Begrüßung in Gruppen durch das HPI geführt und bekamen – je nach dem, wie viele Vorkenntnisse wir bereits hatten – Einführungskurse in die Programmiersprache C++ und in die Hardwareprogrammierung. Schon hier zeigten die Studenten des HPIs großes Engagement und Hilfsbereitschaft. Den nächsten Tag starteten wir mit einem Fachvortrag eines Studenten, der ein paar aktuelle Forschungsprojekte zeigte, darunter auch eine Art Spielekonsole für Blinde (https://hpi.de/baudisch/projects/dualpanto.html). Anschließend fanden wir uns mit unseren Projektgruppen (fünf Schüler, zwei Studenten) zusammen, und entwickelten mit der sogenannten „Design Thinking“-Methode eine grundlegende Idee, die wir in den nächsten Tagen realisieren wollten. Die Leitfrage lautete: „Wie kann Hardware unser tägliches Leben erleichtern?“. Dann erhielten wir einen weiteren Fachvortag zum Thema Projektmanagement, in dem weitere Methoden für eine effektivere Gruppenarbeit vorgestellt wurden, z.B. das „Kanban Board“, durch welches man immer einen Überblick über den Arbeitsprozess der Gruppe hat.

Daraufhin konnten wir mit der Projektarbeit starten. Jede Gruppe bekam einen eigenen Arbeitsraum und arbeitete drei Tage lang an dem eigenen Produkt. Durch die hervorragende Unterstützung und Versorgung der Studenten – mit z.B. Material für den Prototyp oder Unmengen an Keksen – konnten fast alle Projekte fertiggestellt werden. Nach einem kurzen Fachvortrag unter dem Motto „How to präsentier“ stellten alle Gruppen ihr Produkt und ihren Arbeitsprozess vor. Während andere z.B. ein intelligentes Lenksystem oder eine automatische Pflanzenbewässerung entwickelten, realisierten wir eine „interaktive To-Do-List“, die man einerseits manuell über eine Website mit Aufgaben füllen konnte, oder die automatisch mithilfe von Sensoren (beispielsweise am Wäschekorb) Aufgaben hinzufügt. Außerdem stellten wir ein Punktesystem auf, sodass man bei schneller Erledigung viele Punkte, bei zu später Erledigung Minuspunkte erhält. Unser Ziel war es, Menschen durch „Gamification“ zu motivieren, ihre Aufgaben zu schnell erledigen, und somit ihren Alltag zu vereinfachen. Jeden Tag wurden wir mit Gutscheinen für die Mensa der Universität versorgt und auch abends gab es ein Abendessen für alle, wobei alle Kosten von dem MINT-EC-Verein übernommen wurden.

Zur Abwechslung zu der teils anstrengenden Gruppenarbeit spielten die Studenten mehrmals am Tag „Warm-Up“-Spiele mit uns, bei denen man einerseits seinen Kreislauf wieder in Schwung brachte und die andererseits Zusammenarbeit untereinander erforderten. So wuchs die Gruppe in den wenigen Tagen enorm zusammen und es fanden sich viele neue Freundschaften. Auch hatten wir das Glück, dass man jeden Abend und einen freien Nachmittag zur Verfügung hatte, um etwas mit den anderen in Potsdam oder Berlin zu unternehmen.

Insgesamt war ich sehr positiv überrascht von der Veranstaltung, da es wirklich Spaß gemacht hat und ich so einiges lernen konnte, womit wir uns im Informatikunterricht vermutlich nicht beschäftigen werden. Außerdem war es schön, andere neue Menschen in meinem Alter und mit denselben Interessen kennenzulernen. Ich werde mich in Zukunft auf jeden Fall bei den nächsten Veranstaltungen bewerben und würde es jedem nahelegen, der sich auch mal außerhalb der Schule mit einem naturwissenschaftlichen Thema auseinandersetzen und dabei neue Kontakte knüpfen möchte.

-Text: R. Krüger/Bild: MINT-EC

Back To Top