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GAG und das Kreislandvolk schließen Kooperationsvereinbarung

„Regional und saisonal“ lauten die aktuellen Schlagworte für eine gesunde Ernährung.

Am 7. Mai 2015 haben die Graf-Anton-Günther-Schule und das Kreislandvolk eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Das renommierte Gymnasium des Landkreises Oldenburg und die Interessenvertretung der Landwirte wollen so die gemeinsamen Einzelprojekte der vergangenen Jahre ausbauen. Einen entsprechenden Vertrag unterschrieben daher am vergangenen Donnerstag Schulleiter Wolfgang Schoedel und Thale Alfs, beim Kreislandvolk zuständig für dessen Öffentlichkeitsarbeit und selbst ehemalige GAG-Schülerin. Für das Landvolk ist es die erste Kooperation dieser Art mit einer weiterführenden Schule. Die GAG, zertifiziert u. a. als MINT-EC-Schule, öffnet sich damit für einen weiteren Partner; als „Umweltschule in Europa“ und „Sportfreundliche Schule“ kooperiert sie beispielsweise bereits seit mehreren Jahren mit den Niedersächsischen Landesforsten und dem Regionalen Umweltzentrum Hollen.

Entwickelt hat sich der Kontakt vor zwei Jahren mit Hilfe der Lehrerin Dr. Nina Holstermann. Die Pädagogin kommt, wie sie sagt, selber vom Bauernhof und nutzt für ihren Erdkunde-, Biologie- und Deutschunterricht gern die unmittelbare Anschauung, die z. B. Besuche in landwirtschaftlichen Betrieben ermöglichen. So haben sie und andere GAG-Lehrkräfte mit verschiedenen Lerngruppen schon verschiedene landwirtschaftliche Betriebe im Oldenburger Umland besucht.

Wie funktioniert moderne Landwirtschaft? Wie werden Lebensmittel in der Region produziert? Wie hat sich der Beruf technisch, ökonomisch und ökologisch weiterentwickelt? Woher kommen unsere Nahrungsmittel? Was muss ein kritischer Kunde vor dem Kauf von Milch, Fleisch, Obst und Gemüse wissen? Fragen wie diese beantworten die Landwirte gerne, betont Thale Alfs. „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ laute daher eines der Ziele, das der Kreislandvolkverband auch mit der neu geschlossenen Kooperation zu erreichen trachte.
Schulleiter Schoedel sieht die GAG selbst wegen ihrer Ausrichtung als „sportfreundliche Schule“ in der Pflicht. Darin sei ausdrücklich auch das Thema Ernährung eingeschlossen. Hier habe das Landkreisgymnasium zwar vor einigen Monaten mit der Beschäftigung eines ausgebildeten Kochs in der Schulmensa einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht, aber durchaus noch Verbesserungspotenzial. Die im Zuge der Schulmodernisierung anstehende Verlagerung der Mensa und die vorher notwendigen Überlegungen ermöglichten der Schule, gemeinsam mit kompetenten Partnern wie den regionalen Landwirten das schulische Essensangebot zu untersuchen und wertzuschätzen. Gerade das eigene Kauf- und Ernährungsverhalten ermöglicht fachübergreifendes Lernen. Dies schließt, so Jens-Henning Kreker als MINT-Ansprechpartner der GAG, nicht nur die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ein, sondern verlangt auch eine grundsätzliche, im schulischen Bildungsauftrag geforderte Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Ökologie und Ökonomie im deutschen Way of Life.

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