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Schüler der GAG zeigen Courage 

Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und der Umgang mit Flüchtlingen sind Themen, mit denen fast jeder von uns täglich konfrontiert wird. Am ersten Juliwochenende nutzten Schüler der Jahrgangsstufen 8-11 die Gelegenheit, an der dritten politischen Nacht der Graf-Anton-Günther-Schule teilzunehmen und sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Trotz besten Grill- und Badewetters nahmen dabei mehr als 30 politisch engagierte Schülerinnen und Schüler an einem mehrstündigen Workshop des gemeinnützigen Vereins „Aktion Courage“ teil, der sich mit über 60 lokalen Organisationen in Deutschland für die Integration und politische Mitbestimmung von Menschen ausländischer Herkunft einsetzt.

Nachdem viele anschauliche Beispielen die schlechte finanzielle und soziale Lage sowie die Flüchtlingsproblematik vieler Kontinente deutlich machten, erarbeiteten die Teilnehmer in kleinen Gruppe verschiedene Unterthemen. Anhand von kurzen Filmbeiträgen konnten die Schüler unter Anderem ihr Wissen über Fluchtgründe, die Situation während der Flucht und die Probleme im Zielland der Flüchtlinge vertiefen. Während der Diskussionsrunde nutzten die GAG-Schüler intensiv die Gelegenheit, Fragen über die persönlichen Erfahrungen der Teamer zu stellen, von denen zwei  selbst als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind. Nach einem gemeinsamen Abendessen wurde der späte Abend schließlich zur Diskussion über eine den Teilnehmer/innen bekannte TV-Dokumentation genutzt, in der die bekannte Journalistin Judith Rakers zeigte, wie unbegleitete Flüchtlingskinder eine neue Heimat in Hamburg finden.

Nicht nur die Teilnehmer äußerten sich bei der Abschlussbesprechung positiv über das Seminar. Auch die „Aktion Courage“ lobte die Mitarbeit aller Schülerinnen und Schüler, aber auch der sie ab Freitag, 16:00 Uhr betreuenden GAG-Lehrkräfte Michael Weyh und Kerstin Strack. Im Anschluss an den Workshop sprachen die Teilnehmer darüber, ob die Graf-Anton-Günther Schule zeitnah eine Kooperation mit der „Aktion Courage“ eingehen sollte, um so als „Schule gegen Rassimus“ ein öffentlich wirksames Zeichen zu setzen. Denn auch wenn die teilnehmenden GAG-Schüler es für sich als selbstverständlich betrachten, Mitbürgerinnen und Mitbürger ausländischer Herkunft zu akzeptieren und mit ihnen in einer demokratischen Gesellschaft westlicher Prägung wie der Bundesrepublik Deutschland vorurteilsfrei zusammen zu leben, ist diese Einstellung offenkundig keine Selbstverständlichkeit. Die GAG-Schülerinnen und -Schüler wollen daher zunächst einmal ihre Mitschüler durch verschiedene Projekte im  Rahmen der Zusammenarbeit auf Diskriminierung,  insbesondere  Rassismus aufmerksam machen und dann in einem zweiten Schritt klären, ob die Schulgemeinschaft insgesamt diesen Schritt in die Öffentlichkeit gehen möchte. Der von der GAG im November 2015 ausgerichtete Erinnerungsgang und die verschiedenen schulischen Begleitveranstaltungen bieten ihrer Ansicht nach jedenfalls einen geeigneten Denk- und Gesprächsanlass. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der politischen Nacht waren jedenfalls davon fest überzeugt,  dass die Schülerinnen und Schüler der Graf-Anton-Günther Schule sich mit Courage gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit engagieren werden – und dies nicht nur im geschützten Raum der Schule, sondern auch im Alltag.

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