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BERGEN BELSEN 20170307 B

Leiden und Sterben in Bergen-Belsen

Am 07. März begab sich der gesamte 10. Jahrgang und ein Kurs des Jahrgangs 11 der GAG auf Exkursion in die Gedenkstätte des früheren NS-Konzentrationslagers Bergen-Belsen (bei Celle). In vier Reisebussen trafen die mehr als 180 Schülerinnen und Schüler ein; das Wetter eher trüb, der Tag voller Erwartungen.

Vor Ort wurde mit der aus der Fachgruppe Geschichte heraus erstellten dreistündigen „Spurensuche“ begonnen: Welche Bedeutung und Funktion hatte das sogenannte Austausch-Lager Bergen-Belsen? Wie war Belsen organisiert und wie „lebte“ es sich hier? Wie veränderte sich das Lager mit Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939? Was wissen wir heute über diejenigen 60-70.000 Menschen, die nicht überlebten – darunter die Mädchen Anne und Margot Frank?

Am historischen Ort, an dem heute ein hervorragend gestaltetes Dokumentationszentrum durch den Niedersächsischen Gedenkstättenverband eingerichtet ist, blieb nach Befreiung durch die Briten im Zuge der Seuchenbekämpfung nach 1945 kaum „Authentisches“ übrig. Um so mehr standen Fragen danach im Raum, ob und ggf. wie eine „Rekonstruktion“ zum reflektierten Geschichtsverständnis nötig wären. Diskutiert wurden auch das Bilder-Tagebuch Zsuzsa Merenyis oder die Rede des früheren deutschen Bundespräsidenten Theodor Heuss zur Einweihung der Gedenkstätte (am 30. November 1952).

Vielfältig waren die Eindrücke, vielfältig die geäußerten Positionen – die begleitenden Fachlehrer/innen wünschen ihren Lerngruppen, dass der Besuch dieses außerschulischen Lernortes lange im Gedächtnis bleiben möge. (Spahr 03/2017)

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