MINT EC Camp Werkstofftechnik (8)
MINT-EC-Camp Werkstofftechnik (8)
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MINT-EC-Camp Werkstofftechnik (3)
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Reise ins Innere der Werkstoffe

MINT-EC-Camp „Zukunft Werkstoffe“ vom 06. bis zum 09. März an der TU Bergakademie Freiberg

Werkstoffe sind die Grundlage unseres Alltags. Ohne Stahl könnte kein Maschinenbauer ein Auto bauen. Es gäbe keine Alu- oder Frischhaltefolie. Und eine Rakete würde den Flug ins All ohne Hitzeschutzkacheln nicht überstehen. Wie sich moderne Werkstoffe herstellen, verarbeiten und prüfen lassen, haben 16 Schülerinnen und Schüler von Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC im MINT-EC-Camp an der TU Bergakademie Freiberg erfahren.

Ein modernes Auto besteht aus ungefähr 10.000 Einzelteilen, die wiederum aus unterschiedlichen Materialien wie Stahl, Aluminium, Magnesium und zahlreichen Kunststoffen zusammengesetzt sind. Damit ist es das perfekte Untersuchungsobjekt für die Jungforschenden des MINT-EC-Camps „Zukunft Werkstoffe“. „Wie schnell, schwer, sicher ein Produkt heute ist, hängt von den verwendeten Materialien ab. Im MINT-EC-Camp zeigen wir den Schülern unter anderem, wie sich die Beschaffenheit und Belastbarkeit von Werkstoffen prüfen lässt. Damit geben wir ihnen einen Einblick in die Arbeit eines Werkstoffwissenschaftlers/-technologen“, erklärt Dr. Dirk Renker, Beauftragter für Bildung der Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie.
Während der zwei Tage absolvierten die Schülerinnen und Schüler Praktika zur Stahlverarbeitung und Elektrolyse unter Anleitung von Wissenschaftlern der Universität. Während die eine Projektgruppe dabei die Prozesskette von der Herstellung von Roheisen bis hin zur fertigen Fahrzeugfeder verfolgte, analysierte die zweite Gruppe Methoden und Verfahren der Kupfergewinnung mittels der Elektrolyse. Es erfolgten zudem Besuche bei den Unternehmen Saxonia Galvanik GmbH und BGH Edelstahl Freital GmbH sowie die Einfahrt in das Forschungs- und Lehrbergwerk „Reiche Zeche“.
Bei einem Treffen mit Studierenden des RaceTech-Racing-Teams der TU Bergakademie Freiberg erfahren die Schülerinnen und Schüler mehr über die Konstruktion eines Rennwagens und zum Studium und Studentenleben in Freiberg.

Von der GAG dabei war Hannes aus Klasse 11. Hier seine Gedanken:
„Werkstofftechnik. Ein Gebiet, das sowohl Chemie als auch Physik enthält; Fächer bei denen bekanntermaßen nicht alle Freudensprünge machen. Doch glücklicherweise fand sich eine herzliche Gruppe an Leuten, die wie ich Spaß an diesem Gebiet haben. Der erste Tag widerlegte auch gleich Gedanken an einseitige, trockene Vorlesungen, denn es ging direkt in das Freiberger Silberbergwerk. Im folgenden 2. Teil lernte ich in meiner Gruppe dann, wie Metalle, darunter auch eben jenes Silber, durch Elektrolyse raffiniert und gewonnen werden können. An die naturwissenschaftlichen Inhalte knüpften dann abends kurzweilige Gruppenaktivitäten entweder im Pi-Haus oder in der Freiberger Innenstadt. Trotz der kurzen Dauer des Camps sind wir uns als Gruppe sehr nahegekommen, teilweise auch über die Dauer des Camps hinaus, und ich freue mich schon auf mein nächstes MINT-Camp, bei welchem ich mit Glück einige bekannte Gesichter sehen werde.“

 

Fotos ©MINT-EC