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„Kleidervorschriften an der Graf Anton Günther-Schule?“– 10D gewinnt Schülerwettbewerb für politische Bildung

Erstaunte Mienen waren die häufigsten Reaktionen, als die Schülerinnen und Schüler der 10D ihre groß angelegte Umfrage im Herbst starteten.

Anlass war der Schülerwettbewerb zur politischen Bildung, der von der Bundeszentrale für politische Bildung seit 46 Jahren deutschlandweit durchgeführt wird. In diesem Jahr reichten 60.000 Schülerinnen und Schüler etwa 2800 Beiträge ein.

„Hotpants erlaubt?!! Der richtige Dresscode an Schulen“ war das exakte Thema der 10d. Dazu wurden Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulleitungsmitglieder befragt. Die meisten sprachen sich zwar gegen einen Dresscode aus, empfanden dennoch einige Kleidungsstücke in der Schule als unangemessen, so etwa freizügige oder zu kurze, aber auch zu formelle Kleidung. Aber auch die Jogginghose wurde überwiegend abgelehnt.

Nach der Klärung grundsätzlicher Fragen innerhalb der Klasse wie „Was ist überhaupt ein Dresscode?“ und „Wie könnte ein angemessener Kleidungsstil an der Schule aussehen?“ wurde ein Meinungsbild der Schulgemeinschaft erstellt und statistisch ausgewertet. Außerdem wurde ein Knigge-Experte interviewt und der Gebrauch von Schulkleidung in Deutschland in der Vergangenheit wurde erforscht. Abschließend wurden die Ergebnisse auf einer Zeitungsseite zusammengefasst, kommentiert und eingeschickt.

Der Einsatz hat sich gelohnt: Die Klasse hat 250.- Euro gewonnen und jede und jeder erhält eine Urkunde für das eigene Portfolio sowie zukünftige Bewerbungen. Wenn auch über Details wie die Angemessenheit von Jogginghosen keine Einigkeit herrrscht, so ist doch das Votum der Mehrheit insgesamt eindeutig: Die Individualität aller solle nicht eingeschränkt werden – wenn auch die meisten das Tragen von Badekleidung ablehnen.

Von der 10D wurde am Ende des Wettbewerbes festgehalten: „Wir sind jeden Tag vielen Regeln und Zwängen ausgesetzt. Darum darf uns dieses Stückchen Freiheit nicht genommen werden.“