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Prototypenentwicklung

Prototypenentwicklung

Thade Gruner berichtet vom MINT-Camp in Freiberg vom 18.-21.9.2017

Die Vorstellung vom Arbeiter, der in mühevoller Handarbeit aus vielen, individuell angefertigten Teilen ein Modell zusammensetzt, stammt aus dem letzten Jahrhundert.

„Additive Fertigungstechniken“ (im Volksmund eher unter „3D drucken“ bekannt) ist das Stichwort. Hierbei wird ein zuvor im Computer erstelltes Modell des Prototyps mit einer Software in sehr dünne Scheiben zerschnitten (ca. 1/10 mm).

Im folgenden „Druckprozess“ wird der Prototyp dann aus den vielen Scheiben wieder zusammengesetzt. Eine Walze trägt immer eine 1/10 mm Schicht von feinem Pulver auf. An den gewünschten Stellen wird dann bei jeder Schicht das Pulver mit Hilfe eines Lasers oder durch Aufsprühen eines Bindemittels ausgehärtet. Nach dem Entfernen des losen Pulvers, dass im Übrigen wiederverwendet werden kann, ist der Prototyp fertig.

Unsere Aufgabe war es, in Zweierteams ein Mitbringsel für die TU Freiberg zu entwerfen und dann im Computer zu simulieren. Dazu wurden uns Vorgaben zu den maximalen Ausmaßen und den minimalen Wandstärken gemacht.

Den ersten Tag verbrachten wir mit der Ideenfindung und Skizzieren auf Papier. Meine Teampartnerin und ich entschieden uns für eine Rätselpyramide.

Nach einer Einführung in das Programm NX 10 schafften wir am zweiten Tag die Simulation am Computer.

Am dritten Tag machten wir uns mit dem Bus auf den Weg nach Dresden um dort im PTZ (Prototypen Zentrum) unsere fertigen Prototypen abzuholen. Wir waren alle positiv überrascht von der Qualität des Druckes. Das verwendete Polyamid war sehr stabil und selbst runde Oberflächen waren ganz glatt. Nach einem Rundgang durch das Unternehmen folgte eine Stadtrundtour durch Dresden und im Anschluss ein Rundgang durch Freiberg.

Der vierte und letzte Tag begann mit der gegenseitigen Vorstellung unserer Projekte. Anschließend erhielten wir eine Verpackung für unsere Prototypen. Diese war zu 100% ökologisch abbaubar, weil sie aus Aprikosenkernpulver und feinem Schilfpulver gedruckt worden war. Da dieses Verfahren aber noch nicht ganz ausgereift ist, fehlte es der Verpackung an Stabilität, wodurch sie stark bröselte.

Insgesamt hat mir das MINT-Camp sehr gut gefallen.

-Bild: ©MINT-EC, Text: Thade Gruner

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