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2017 11 09 Politische Nacht Mit SCHLAU – 1
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SCHLAU gemacht: Politische Nacht 2017 an der GAG

„Wie hast du gemerkt, dass du eher auf Frauen stehst?“ oder „Wie haben deine Eltern darauf reagiert, dass du als Mädchen und nicht als Junge leben möchtest?“ – Diese und andere, zum Teil anonyme Fragen beantworteten die sieben Teamer_innen der Initiative SCHLAU den rund 35 teilnehmenden Schüler_innen der GAG bei der „Politischen Nacht“ zum Thema „Sexuelle Orientierung und Diskriminierung“.

Doch es ging nicht nur um das Kennenlernen ganz persönlicher Coming-Out-Geschichten. Die AG „Aktion Courage“ hatte SCHLAU zur Politischen Nacht auch eingeladen, um über verschiedene sexuelle Orientierungen, Identitäten und das Sprechen darüber zu informieren. Außerdem wollten wir wissen, wie wir Diskriminierungen von Menschen, die nicht in die heterosexuelle ‚Normalität‘ passen, vermeiden können. Nach einem Info-Vortrag rund um „LSBTQ“, also die Begriffe lesbisch, schwul, bi, trans und queer, setzten sich die Teilnehmenden daher intensiv mit Fallbeispielen auseinander, wie zum Beispiel „Juliane geht mit ihrer festen Freundin auf den Abi-Ball. Was muss getan werden, damit sie sich wohlfühlt?“ oder „Was muss getan werden, damit ein Lehrer seine Homosexualität nicht verstecken will/muss.“

Parallel zu den Aktivitäten der Schüler_innen informierten sich auch einige Lehrkräfte über das Thema. Hier wurde besonders deutlich, wie schnell uns in der alltäglichen Kommunikation diskriminierende Äußerungen oder Geschlechterklischees begegnen: das Schimpfen eines Schülers über die „schwulen Hausaufgaben“ oder die Aufforderung einer Lehrerin an „ein paar starke Jungs“, ihr beim Tragen der Wörterbücher zu helfen.

Neben einer gestärkten Sensibilität für solche Diskriminierungen im Alltag hat sich bei der Politischen Nacht, die dankenswerter Weise finanziell vom GAG-Förderverein (VEF) unterstützt wurde, auch ein ganz konkretes Anliegen ergeben: Der Wunsch nach der Einrichtung einer All-Gender-Toilette an der GAG wurde geäußert, die mensch benutzen kann, ohne bei jedem Toilettengang die eigene Geschlechteridentität zum Ausdruck bringen zu müssen.

-Text und Bilder: Miriam Schumacher

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